Immobilienkauf – wie viel Eigenkapital ist sinnvoll?

Beim Kauf einer Immobilie und dem dazugehörigen Ausarbeiten des Finanzierungskonzepts sowie der Planung der Abzahlung spielt das Eigenkapital eine entscheidende Rolle. Je höher dieses ist, desto geringer ist das Risiko, dass die Finanzierung wegen einer zu hohen Belastung scheitert. Dadurch ist es für die Bank und für die Immobilienkaufenden ein wesentlicher Sicherheitsfaktor, welcher die Belastung durch die Kreditaufnahme reduziert. Aber wie hoch sollte es denn eigentlich sein? Unser Familienunternehmen verrät Ihnen alles Wichtige zu Ihrem Eigenkapital für den Immobilienkauf.

Inhaltsverzeichnis

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was zählt alles zum Eigenkapital?
  3. Wie hoch sollte das Eigenkapital sein?
  4. Genügt es, die Nebenkosten abzudecken?
  5. Wie spart man mit mehr Eigenkapital Zinsen?
  6. Risiken mit einrechnen!

Das Wichtigste in Kürze

  • Zu Eigenkapital zählt alles, was Ihnen kurz- oder mittelfristig an finanziellen Mitteln zur Verfügung steht.
  • Das Eigenkapital sollte mindestens 10 Prozent des Kaufpreises betragen, damit die Kaufnebenkosten abgedeckt sind.
  • Besser sind 20 Prozent, da dadurch auch der Zinsaufwand gegenüber der Bank geringer ausfällt.
  • Man sollte außerdem immer Risiken einkalkulieren, um perfekt abgesichert zu sein.

Was zählt alles zum Eigenkapital?

Zum Eigenkapital zählen alle finanziellen Mittel, die kurzfristig verfügbar sind. Das bedeutet, dass sie innerhalb weniger Tage oder Wochen zugänglich sein müssen. 

Dazu zählen:

  • Guthaben auf Konten und Sparbüchern
  • Guthaben auf einem Bausparvertrag
  • Wertpapiere und Investmentfondsanteile

Als Eigenkapital gilt außerdem, was als Geldmittel eingesetzt werden kann, wenn die Kündigungsfrist länger ist. Allerdings kann hier ein kurzfristiger Zwischenkredit notwendig werden. Zu dieser Kategorie des Eigenkapitals gehören:

  • Sparverträge mit längerer Kündigungsfrist
  • Sparbriefe
  • Guthaben auf Festgeldkonten
  • Immobilien

Wie hoch sollte das Eigenkapital sein?

Wenn man eine Immobilie kaufen möchte, sollten die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln finanziert werden können. Zu diesen Kosten gehören die Ausgaben für den Makler bzw. für die Maklerin, für den Notar bzw. die Notarin, für den Eintrag in das Grundbuch sowie die Grunderwerbssteuer. Rechnen Sie mit rund 10 Prozent des Kaufpreises für die Nebenkosten. Das heißt, wenn der Kaufpreis 500.000 Euro beträgt, sollten 50.000 Euro Eigenkapital für die Nebenkosten bereitstehen.

Genügt es, die Nebenkosten abzudecken?

Die Nebenkosten mit Eigenkapital abzudecken, reicht leider meistens nicht aus. Denn dann müssen die Immobilienkäufer oder -käuferinnen meistens mit hohen Zinssätzen für den Bankkredit rechnen. Die Monatsrate fällt dabei ebenfalls höher aus und auch eine Anschlussfinanzierung kann recht teuer werden. Darum sollte das Eigenkapital noch höher liegen. Mindestens 20 Prozent des Kaufpreises sollte zur Verfügung stehen. Bei 500.000 Euro für die gewünschte Immobilie wären das 100.000 Euro.

Wie spart man mit mehr Eigenkapital Zinsen?

Nicht nur die aktuellen Marktzinsen spielen beim Zinssatz für den Bankkredit eine Rolle. Die Bank kalkuliert, wie hoch das Risiko ist, Ihnen das Darlehen für Ihre Immobilie zu gewähren. Bringen Sie nur wenig Eigenkapital mit, wird der Zinssatz höher, denn auch Ihr Risiko nimmt zu. Zinsaufschläge von bis zu 0,8 Prozentpunkten sind möglich. Je höher das Eigenkapital, desto niedriger also auch der Zinssatz.

Ein Mann schmeißt angesparte Münzen in eine Hausspardose.
Freedomz – stock.adobe.com

Risiken mit einrechnen!

Halten Sie sich von Ihrem Eigenkapital unbedingt etwas zurück, um eigene Risiken abzusichern. Es gibt immer Situationen, in denen es besser ist, ein Puffer vorrätig zu haben, sodass Sie den Kredit problemlos weiter abbezahlen können. Gerne beraten wir Sie zur Finanzierung Ihrer Immobilie näher.